Haarausfall

Formen, Ursachen und Behandlung von Haarausfall

Jeder Mensch wünscht sich gesundes und volles Haar. Denn kraftvoller Haarwuchs der Haare sieht nicht nur gut aus, sondern steht für Vitalität und Gesundheit. Deshalb ist gerade bei Frauen der Schrecken groß, wenn in Bürste oder Kamm immer mehr Haare zurückbleiben. Doch zunächst die beruhigende Nachricht: Der Haarverlust von etwa hundert Haaren am Tag gilt als normal und ist auch vom Haarzyklus bedingt wodurch sich das Haar aus dem Haarfolikel löst. Sie wachsen nach.

Anders sieht es aus, wenn deutlich mehr Haare ausfallen oder nur an einzelnen Kopfbereichen wie rasch wachsenden Geheimratsecken besonders bei Männern. Dann handelt es sich um echten Haarausfall (Alopezie), der gegebenenfalls behandelt werden muss.


Erblich bedingter Haarausfall

Wenn beim Opa, dem Vater und am Ende auch beim Sohn an Stirn, Schläfe und Hinterkopf die Haare schwinden, handelt es sich in der Regel um erblichen Haarausfall. Verantwortlich dafür ist ein Hormon, auf das die Kopfhaut aus genetischen Gründen überempfindlich reagiert. Dadurch wird die Wachstumsphase des Haares verkürzt, es kommt im schlimsten Fall zur Glatze. Das Kopfhaar am Hinterkopf reagiert allerdings nicht überempfindlich auf das Hormon dadurch eignet es sich zur Haartransplantation, genauer gesagt zur Eigenhaartransplantation. Wird dieses Haar auf den Oberkopf transplantiert, fällt es nicht aus. Eine medikamentöse Behandlung des erblichen Haarausfalls zielt darauf ab, die Wirkung des Hormons und damit den Haarausfall zu mindern.

Kreisrunder Haarausfall

Beim kreisrunden Haarausfall (Alopecia areata) ist der Haarausfall lokal begrenzt. Er tritt an den unterschiedlichsten Stellen am Kopf auf. Beim kreisrunden Haarausfall handelt es sich um eine Erkrankung, die oft auch mit Veränderungen an den Fingernägeln (Grübchen, Rillen) einhergeht.

Man vermutet, dass es sich bei dieser Art des Haarausfalls um eine Autoimmunreaktion handelt: Die körpereigenen Immunzellen erkennen das Haar fälschlich als körperfremd und stoßen es ab. In den meisten Fällen bildet sich der kreisrunde Haarausfall von selbst zurück. In wenigen Fällen kommt es zu einem Totalverlust der Haare am Kopf, sehr selten auch am ganzen Körper.

Die Ursachen für diesen auffälligen Haarausfall sind noch nicht geklärt. Stress und erbliche Faktoren werden vermutet, sind jedoch noch nicht belegt. Bei kreisrundem Haarausfall kann der Hautarzt mit hoher Erfolgsaussicht helfen.

Diffuser Haarausfall

Fallen die Haare am gesamten Kopf gleichmäßig aus, so dass sie schütter werden, spricht man von diffusem Haarausfall. Hiervon sind mehr Frauen als Männer betroffen. Häufige Ursachen für diffusen Haarausfall sind Hormonschwankungen oder Schilddrüsenerkrankungen, aber auch Stress, Infektionen oder Eisenmangel.

Andere Ursachen des Haarausfalls

Haarverlust kann aber auch viele weitere Ursachen haben, wie Stoffwechselerkrankungen oder Diabetes. Extreme Diäten, Magersucht oder Brechsucht auch im Zusammenhang mit der Unterversorgung bestimmter Vitamine und Spurenelemente können verantwortlich sein. Tritt der Haarverlust im Zusammenhang mit der Einnahme von hormonhaltigen Verhütungsmitteln oder Medikamenten, z.B. Beta-Blocker oder blutgerinnungshemmenden Mitteln auf, sollte Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden. Letztendlich verliert der Mensch aber auch aus ganz natürlichen Gründen seine ursprüngliche Haarfülle - nämlich durch das Alter.

Was tun bei Haarausfall?

Ist der Haarausfall deutlich krankhaft, z.B. beim kreisrunden Haarausfall, oder nimmt das Ausmaß des Haarausfalls ein beunruhigendes Maß an, sollte der Weg zum Arzt führen. Über einen Bluttest kann nach der Ursache geforscht werden, z.B. ob Östrogen, Testosteron oder Gestagen verantwortlich sind, oder ob fehlende Spurenelemente wie Zink, Selen oder Eisen fehlen. Die Therapie richtet sich danach, um welche Art von Haarausfall es sich handelt beziehungsweise was seine Ursachen sind.

 

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