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Blond ((dt.)-franz. "hell") bezeichnet eine helle oder gelblich bis goldgelbe Haarfarbe. Etwa 2 % der Weltbevölkerung sind im weitesten Sinn blond.

Als Blondinen bezeichnet man sowohl naturblonde als auch kĂŒnstlich blonde Frauen, wobei im alltĂ€glichen Sprachgebrauch mit eher die gefĂ€rbte Blonde gemeint ist, nicht selten mit einem ironischen, anzĂŒglichen Unterton, was ihre DenkfĂ€higkeit betrifft.

Inhaltsübersicht
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Biologische HintergrĂŒnde

 
Arten

Farbvarianten sind aschblond, nordischblond, lichtblond, strohblond und weißblond (sehr hell, fast weiß), mittelblond (durchschnittlich blond), dunkelblond (dunkel, in Richtung braun), goldblond und weizenblond (in Richtung goldgelb), semmelblond und rotblond (in Richtung rot). Menschen mit von Natur aus blonden Haaren werden als naturblond bezeichnet, im Gegensatz zu gefĂ€rbten Haaren.

Blondtöne gehören auch zu den beliebtesten Colorationen bei der Haartönung und HaarfÀrbung, auch in Form von StrÀhnchen. Sehr helle blond gefÀrbte Haare nennt man auch platinblond oder wasserstoffblond.

 
Vorkommen

Naturblonde Menschen gibt es heute vor allem in Nord-, West-, Mittel- und Osteuropa und bei den Nachfahren europĂ€ischer Einwanderer in Amerika, Australien, Neuseeland und SĂŒdafrika. Sie sind aber auch in Nordafrika und in Vorderasien anzutreffen. So gibt es zum Beispiel im Libanon Bergregionen mit einer großen Anzahl blonder Menschen, die ein Erbe der europĂ€ischen Kreuzfahrer sind. Bei rein indigener Bevölkerung findet man sie allerdings nur in Europa.

 
Vererbung

Da das blonde Gen rezessiv ist, haben die Kinder eines blonden und eines dunkelhaarigen Elternteils meist dunklere Haare, dies fĂŒhrt allerdings nicht dazu, dass blonde Menschen aussterben. Das blonde Gen bleibt auch bei dunkelhaarigen Menschen mit einem blonden Elternteil weiterhin vorhanden, so kann es passieren, dass das Kind zweier dunkelhaariger blond ist. Der Anteil der Blonden an der Weltbevölkerung geht aber tatsĂ€chlich zurĂŒck, was an der zunehmenden Vermischung der Gene im Zuge der Globalisierung liegt.

Viele Kinder, die in der nördlichen HĂ€lfte Europas geboren werden, haben hellere Haare. Bei den meisten verdunkeln sie sich jedoch im Laufe der körperlichen Entwicklung. Die Einlagerung der Pigmente Melanin und PhĂ€omelanin sind entscheidend. Eine hohe Produktion dieser Stoffe im steigenden Kindesalter fĂŒhrt zu einer Verdunklung.

 
Weitere Bedeutungen des Wortes

Als blond werden auch helle Tabake bezeichnet. Das Blonde ist auch ein Synonym fĂŒr helles Bier, vor allem Pils ("ein kĂŒhles Blondes"). Auch Pferde mit an blondes Haar erinnernder MĂ€hne (z.b. Haflinger) bezeichnet man gelegentlich als blond.

 
Kulturelle Bedeutung

 
Westen

In der Antike galten Germanen, Kelten, Skythen, Sarmaten und Alanen bei den griechischen und römischen Schriftstellern als typischerweise blond und blauÀugig.

Die Germanen handelten sogar mit abgeschnittenen blonden Haaren. Die KĂ€ufer, meist Römer, schenkten die Haare ihren Gattinnen, die sich mit ihnen schmĂŒckten. Auch in anderen, sĂŒdlicheren Staaten, gab es blonde Menschen oder sogar andere Völker, wie die Guanchen (die Ureinwohner der Kanaren), bei denen aber viele dunkelhaarig sind.

Der aztekische Gott Quetzalcoatl, der meist als Federschlange dargestellt wurde, wurde in manchen Abbildungen als blonder, bĂ€rtiger und weißer Mann gezeichnet.

In Adolf Hitlers Drittem Reich wurde das Blondsein, das als typisch germanische Eigenschaft angesehen wurde, zum Kennzeichen der sogenannten Herrenrasse, die nach dem Weltbild der Nationalsozialisten eine herausgehobene Stellung unter den Menschenrassen hatten.

Das heutige Bild von "Blondinen" in der westlichen Welt ist ambivalent. Einerseits gilt blondes Haar als feminin und weiblich. Da es ein Schönheitsideal darstellt, fÀrben sich viele Frauen und besonders junge MÀdchen ihre Haare blond. Die blonde Haarfarbe ist aber nicht nur positiv mit Weiblichkeit assoziiert, sondern negativ auch mit EinfÀltigkeit, was wohl aus der traditionellen Rolle der Frau entspringt. Siehe auch: Weiblichkeit

 
Japan

Blonde Haare findet man hĂ€ufig in japanischen Mangas. Diese sind jedoch weniger als natĂŒrliche Haarfarbe zu deuten, da sie hĂ€ufig einen Charakterzug der jeweiligen Figur symbolisieren sollen.

 

 

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