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Der Begriff Dauerwelle bezeichnet eine lockige oder wellige , für die das beim Frisör chemisch behandelt wird sowie auch die hierfür benutzte Methode.

Erfunden wurde die Methode zur Herstellung der Dauerwelle im Jahr 1906 von dem deutschen Frisör Karl Nessler (1872-1951), der später in den USA lebte. Im Gegensatz zur so genannten "Wasserwelle", bei der die Locken nur bis zur nächsten Haarwäsche halten, wird die Haarstruktur bei der Dauerwelle mit Hilfe von Chemikalien und Wärme (relativ) dauerhaft umgeformt.

Beim Legen der Dauerwelle passiert folgendes: Zunächst wird durch Reduktionsmittel, beispielsweise Ammoniumthioglykolat, ein Teil der im Haar befindlichen Disulfidbrücken geöffnet, also die Proteinstruktur des Haares entnetzt. Es wird verformbar. Nun schrumpft es in der Länge geringfügig, quillt dafür im Durchmesser. Es nimmt die Form des Wicklers an. Danach werden mit Hilfe von Oxidationsmitteln, meist die Schwefelbrücken (Disulfidbrücken) wieder geschlossen. Das Haar hat sich verformt.

Anfangs wurden die Haare mit Spiralwicklern vertikal aufgedreht. 1924 entwickelte Josef Mayer (1881-1952) in Karlsbad die so genannte Flachwicklung. Seit 1947 ist die Kalt-Dauerwelle üblich, bei der das Keratin des Haares nur chemisch erweicht und neu geformt wird. In den 70er Jahren war der Afrolook mit extrem kleinen krausen Locken populär, das Haar wurde nicht gefönt, sondern an der Luft getrocknet. Seit den 90er Jahren ist die Dauerwelle nicht mehr so gefragt.

 

 

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