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Unter Epilation versteht man Verfahren zur Entfernung von Körperhaaren, wobei das mitsamt der Haarwurzel entfernt wird. Im Unterschied zur Epilation bezeichnet die Entfernung nur des sichtbaren Teils der Haare, meist durch oder chemische Mittel (Enthaarungscreme).

Die Epilation gliedert sich in dauerhafte Verfahren, bei denen die Haarwurzel zerstört wird, und in nicht-dauerhafte Verfahren, bei denen das Haar nur ausgerissen wird, ohne die Haarwurzel zu zerstören, und nach einiger Zeit - allerdings erst nach einer längeren Zeitspanne als bei der Depilation - wieder nachwächst.

Je nach kulturellem Umfeld gilt die Depilation oder Epilation bestimmter Körperteile oder -bereiche als Körperpflege, als Modeerscheinung oder als absolutes Minimum.

Inhaltsbersicht
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Temporäre Epilation

Bei diesen Epilationsmethoden wird das Haar ausgerissen. Für die Heimanwendung sind Epilationsverfahren mit Wachs (Heißwachs oder Kaltwachs) oder einer klebrigen Zuckerpaste beliebt. Daneben gibt es von allen bekannten Rasierapparateherstellern entsprechende elektrische Epilierer oder Lady-Shaver, die mit sich drehenden Walzen das Haar samt Wurzel herausziehen.

Kleine Bereiche, zum Beispiel die Augenbrauen, können auch mit einer Pinzette ausgezupft werden.

 
Dauerhafte Epilation

Allen dauerhaften Epilationsverfahren ist gemeinsam, dass diese nur bei Haaren erfolgreich sind, die sich in der Wachstumsphase befinden. Da es aber insgesamt drei Phasen der Haarentwicklung gibt, ist eine mehrmalige Anwendung dieser Verfahren nötig, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen.

Die im folgenden genannten Verfahren zur Epilation werden besonders bei Frauen, die an übermäßiger Körper- und/ oder Gesichtsbehaarung leiden, angewandt:

 
Laserepilation

Hierbei wird das Haar großflächig Laserimpulsen ausgesetzt. Das vom Laser erzeugte Licht wird dabei von der Haarwurzel absorbiert und in Wärme umgewandelt. Diese lokale Wärmeentwicklung führt zu einer Verödung der Haarwurzeln. Dieses Verfahren wirkt jedoch nur bei dunklen Haaren bzw. Haaren mit dunkler Wurzel, da weißen Haaren das Pigment Melanin fehlt, das die Laserstrahlung aufnimmt und damit die Haarwurzel verödet.

 
IPL-Technik

IPL steht für Intense Pulsed Light und bezeichnet ebenso wie die Laserepilation ein Verfahren zur Haarentfernung mittels Lichttechnik.
Im Gegensatz zur Lasertechnik, welche mit einer einzelnen, festen Wellenlänge arbeitet (z.Bsp. 810nm bei dem Diodenlaser), verwendet die IPL-Technik das komplette Spektrum einer Xenon-Lichtquelle, welches durch Einsatz von Filtern auf den notwendigen und für die Behandlung wirksamen Wellenlängenbereich eingeschränkt wird (z.Bsp. 650-950nm).
Da das Grundprinzip dieser Behandlung dem der Laserepilation entspricht, wirkt auch dieses Verfahren nur bei dunkleren Haaren. Weiße Haare und Velushaare (Flaum) können nicht dauerhaft entfernt werden, da ihnen das Pigment Melanin fehlt, das Strahlung absorbieren könnte.

 
Nadelepilation

Die Nadelepilation ist weltweit die einzig anerkannte Methode zur permanenten Haarentfernung mit Langzeiterfahrung. Sie eignet sich auch zur Entfernung heller und blonder Haare. Bei der Nadelepilation wird eine hauchdünne Sonde aus Chirurgenstahl bis zur Haarwurzel geführt, wo ein genau dosierter Stromimpuls die Haarwurzel zerstört.

Elektrolyse
Galvanischer Strom wird in den Haarfollikel geleitet, was zur örtlichen Bildung von Natronlauge und damit zur Zerstörung des umgebenden Gewebes auf chemischen Weg führt.

Thermolyse oder Hochfrequenzelektrokoagulation
Durch Hochfrequenzstrom wird an der Umgebung der Nadelspitze Hitze erzeugt, was zur Koagulation der Haarwurzel führt.

Blendmethode
Weiterentwicklung der Elektrolyse. Durch Aufmodulierung eines Hochfrequenzstromes wird Hitze erzeugt und der chemische Vorgang dadurch beschleunigt.

 

 

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