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Schminke oder Make-Up bezeichnet dekorative Kosmetik, mit der die , meist das Gesicht, vorübergehend getönt oder gefärbt wird. Die natürliche Hautfarbe wird hervorgehoben oder abgeschwächt, Wangen, Lippen und Augen werden farblich gestaltet.

Zunächst wird eine Grundierung aufgetragen, die die Hautfarbe ausgleicht und Unebenheiten abdeckt. Die Augen können mit , , und (Wimperntusche) geschminkt werden. Die Wangen werden mit getönt, der färbt die Lippen. Häufig wird abschließend ein Puder aufgetragen, um einen matten zu erhalten.

Theaterschminke und Karnevalsschminke sind Spezialformen, die besondere Anforderungen abdecken. Thaterschminke dunkelt das Gesicht zum Ausgleich grellen Scheinwerferlichts ab und ist im Regelfall wasserunlöslich. Es wird nach der Vorstellung mit fetthaltigen Reinigungsmitteln entfernt. Karnevalsschminke ist eine preiswerte deckende Farbe, die der Übermalung des Gesichts dient, um bestimmte Figuren wie Clowns oder Tiere zu erzeugen.

Geschminkter Clown
Geschminkter Clown

Inhaltsübersicht
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Geschichte der Schminke

Etwa ab 2500 v. Ch. finden sich Nachweise, dass Ägypter ihre Haut zum Schutz vor der intensiven Sonnenbestrahlung mit Salben und Ölen einrieben. Auch Rouge für die Wangen und Lippenfarbe wurden von den Ägyterinnen benutzt. Zur Aufbewahrung der cremigen Farben dienten Pflanzenstengel. Bei Ausgrabungen wurden grüne Schminkfarben aus Malachit (Kupferspat), blaue Farben aus Lapislazuli, schwarze Farben aus verschiedenen Substanzen, rote Farben aus Zinnober und Bleiglanzpuder (Galenit) gefunden. Die Betonung der Augen hatte in Ägyten eine besondere Bedeutung, da die Augen ein Sinnbild für den Sonnengott Ra darstellten. Die hierzu genutzten schwarzen und grünen Farben wurden häufig von Priestern hergestellt und wie Kajal benutzt. Im Tempel von Edfu wurden entsprechende Rezepte gefunden.

Die Römerinnen benutzten erst nach der Eroberung Griechenlands ausgiebig dekorative Schminke. Zum Entfernen wurde Olivenöl oder Esels- bzw, Ziegenmilch benutzt. Die zu dieser Zeit genutzte Wimperntusche wurde aus gebranntem Kork hergestellt.

Im Mittelalter galt nur der blasse Teint als schön. Um eine möglichst makellose Blässe zu erreichen, verwendete man das hoch toxische Bleiweiß, das häufig schwer heilende Abszesse der Gesichtshaut hervorrief. In der Renaissance wurde das Färben von Wangen und Lippen durch Elisabeth der I. in England und Katharina von Medici in Frankreich wieder populär. Die rote Lippenfarbe entstand aus Koschenille, einem roten Farbstoff, der aus der Koschenilleschildlaus gewonnen wurde. Im 17. Jahrhundert wurden die Schönheitpflästerchen, kleine zugeschnittene Flecken aus Leder, Seide oder Samt, sehr beliebt. Sie wurden vor allem benutzt, um die Narben auf der Haut zu verdecken, die durch die geringe Hygiene entstanden. Schminke wurde immer in neuen Schichten aufgetragen, das Reinigen des Gesichts war unüblich, es wurde lediglich mit etwas Wasser benetzt.

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts werden Kosmetika unter Berücksichtigung der möglichen Gesundheitsfolgen hergestellt. Die Verwendung von Bleiweiß lässt nach und wird durch Reismehl, Talkum und Schlämmkreide abgelöst. Rote Farben werden aus Safflor oder Karmin hergestellt. Beliebt ist auch Schnouda, eine farblose Mischung von Alloxan (aus Harnsäure bereitet) mit Fettcreme, die die Haut rot färbt.

Mit der Erfindung des Lippenstifts 1915 erhält die Kosmetikindustrie einen neuen Schub. Die Ausgaben für Kosmetik steigen stark. Besonders beliebt sind Lippenstift, Lidschatten und Wimperntusche.

Die Art des Schminkens ist seitdem an die jeweiligen Modetrends gebunden. Dramatische Make-Ups mit starken Farben wechseln sich mit eher natĂĽrlich wirkenden Trends mit neutralen Farben ab. Ein Merkmal der jeweiligen Make-Up-Mode ist auch, ob eher die Lippen oder die Augen betont werden.

 

 

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